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Interlinearglossen. Ausschnitt aus der lat.-ahd. Benediktinerregel, Cod. Sang. 916, Stiftsbib. St. Gallen, www.cesg.unifr.ch

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Althochdeutsche Glossen?Bearbeiten

Die ältesten Belege deutscher Wörter, die etwa in die Mitte des 8. Jahrhunderts datiert werden können, sind sekundär in Handschriften eingetragene Übersetzungshilfen zu lateinischen Textwörtern, die an die Ränder oder zwischen die Zeilen geschrieben wurden. Das Phänomen der volkssprachlichen Glossierung lateinischer Texte führt damit an die Ursprünge der schriftlichen Überlieferung des Deutschen. Weite Teile unseres Wissens über die älteste Sprachstufe des Deutschen ("Althochdeutsch", ca. 750 n. Chr. – ca. 1050 n. Chr.) verdanken wir der Erforschung dieses besonderen Überlieferungstyps.


ÜberlieferungBearbeiten

Den aktuellen Stand der Überlieferung an Handschriften mit althochdeutschen und altsächsischen Glossen bietet derzeit:

Textglossierung oder GlossarüberlieferungBearbeiten

Glossen können sekundär zu einem lateinischen Text eingetragen worden sein oder als Glossensammlungen (Glossare) überliefert sein. Man unterscheidet daher

Typologische Beschreibung von GlossenBearbeiten

Rein formal lassen sich aufgrund der Eintragungsposition in Bezug zum lateinischen Text folgende Glossentypen unterscheiden:

Aufgrund der Verwendung unterschiedlicher Instrumente lassen sich folgende Eintragungstypen unterscheiden:

GlossierungsschichtenBearbeiten

Die direkte Glossierung eines lateinischen Textes, wie sie sich einem heutigen Betrachter zeigt, ist oft das Ergebnis mehrer, z. T. auch chronologisch gestaffelter Glossierungsvorgänge, an denen auch verschiedene Glossatoren beteiligt gewesen sein können. Anhand des verwendeten Instrumentes lassen sich bereits auf den ersten Blick unterschiedliche Glossierungsschichten ausmachen. Die Analyse von Glossierungsschichten ist auch eine wichtige Grundlage für die Datierung und Lokalisierung des Sprachmaterials. Weitere Differenzierungsmöglichkeiten ergeben sich aus der paläographischen Ausprägung der Eintragungen. Hierzu gehören:

Paläographische Aspekte der Beschreibung von GlossenBearbeiten

Funktionale Beschreibung von GlossenBearbeiten

Abhängig vom situativen Kontext und der Intention des Glossators erfüllen Glossen unterschiedliche Funktionen:

Funktionale Beschreibung von Glossen

Geplantes oder spontanes Glossieren?Bearbeiten

Glossen können sowohl das Ergebnis einer spontanen als auch einer geplanten Eintragung sein:

Geplantes/spontanes Glossieren

Die ältesten Quellen der deutschen SpracheBearbeiten

Althochdeutsche Glossen gehören zu den frühesten Belegen des Deutschen. Nach derzeitigem Kennnisstand sind die ältesten deutschen Belege Griffelglossen aus dem Kloster Echternach im heutigen Luxemburg. Sie können vermutlich noch in die erste Hälfte des 8. Jahrhunderts datiert werden.

LiteraturBearbeiten

StandardwerkeBearbeiten

  • BStK: Bergmann, Rolf/Stricker, Stefanie. 2005. Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften. 6 Bde. Berlin/New York: De Gruyter. (--> teilweise online verfügbar bei google books)
  • BStH: Bergmann, Rolf/Stricker, Stefanie (Hrsg.). 2009. Die althochdeutsche und altsächsische Glossographie. Ein Handbuch. 2 Bde. Berlin/New York: De Gruyter. online: de Gruyter Reference Global (Inhaltsverzeichnis frei zugänglich; Vollzugriff z.B. von Universitätsnetzen)

GlosseneditionenBearbeiten

  • StSG = Elias v. Steinmeyer/Eduard Sievers. 1879-1922. Die althochdeutschen Glossen. 5 Bde. online: Düsseldorf : Universitäts- und Landesbibliothek, 2011
  • Hartwig Mayer. 1974. Althochdeutsche Glossen: Nachträge. Toronto.
  • Gerhard Köbler. 1993. ERNTEN 1993. Ergänzungen, Richtigstellungen, Nachträge, Teileditionen, Editionen, Nachweise zu Steinmeyer/Sievers, Die althochdeutschen Glossen.

Online-Hilfsmittel zu Handschriften, Editionen, Wörterbüchern, Grammatiken etc. Bearbeiten

Hier finden sich auch einige hilfreiche Links zu Online-Verzeichnissen von deutschsprachigen Handschriften, Abbildungen etc.

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