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Csg270 52 isruna-traktat

Isruna Traktat, Cod. Sag. 270, fol. 52, Stiftsbib. St. Gallen, http://www.e-codices.unifr.ch/de/csg/0270/52/small

Glossen wurden nicht nur in lateinischen Buchstaben eingetragen. Bisweilen lässt sich sowohl bei lateinischen als auch bei volksprachigen Glossen die Verwendung anderer Alphabete beobachten.

RunenalphabetBearbeiten

Die Verwendung von Runen in mittelalterlichen Manuskripten v.a. bei Subskriptionen von Schreibern oder als Auszeichnungsschrift ist schon seit langem bekannt. Die diesbezügliche Überlieferung wurde auch von R. Derolez (1954) bereits eingehend aufgearbeitet. Bekannte Beispiele für Runen in althochdeutschen Textdenkmälern sind die 'Sternrune' im Wessobrunner Gebet sowie die wen-Rune im Hildebrandslied. Letztere erscheint auch in der Freisinger Griffelglossenüberlieferung (so im Clm 6272 und im Clm 6308, siehe Ernst 2007:394f.), was wohl auf angelsächsische Einflüsse zurückzuführen ist.

Die Eintragung althochdeutscher Glossen mit Hilfe eines Runenalphabets hat A. Nievergelt 2006 in St. Galler Handschriften entdeckt und in einigen Publikationen behandelt. Die Funktion der Verwendung der Runen (als Geheimschrift etwa) ist dabei noch nicht ganz geklärt.


Griechisches AlphabetBearbeiten

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LiteraturBearbeiten

Derolez, René. 1954. Runica manuscripta. The English tradition. Brugge: De Tempel.

Ernst, Oliver. 2007. Die Griffelglossierung in Freisinger Handschriften des frühen 9. Jahrhunderts. Heidelberg: Winter --> siehe hier insbesondere das Kapitel "Griffeleintragungen mit fremden Alphabeten im Clm 6272", S.394-401.

Müller, Stephan. Folien zum Vortrag "Geheimschriften des Mittelalters. 'Deutsche Glossen und Texte in Geheimschrift (8.-15. Jh.)' im Rahmen des DFG-Projekts 'Handbuch der deutschen Glossen und Texte in Geheimschrift (8.-15. Jh.'. Universität Paderborn.

Nievergelt, Andreas. 2009. Althochdeutsch in Runenschrift. Geheimschriftliche volkssprachige Griffelglossen, Beiheft ZfdA. 11.

Schwab, Ute. 1973. Die Sternrune im Wessobrunner Gebet. Amsterdam: Rodopi.

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